Wann lohnt sich ein Wärmepumpen-Stromtarif?
Ein eigener Tarif für die Wärmepumpe lohnt sich nicht in jedem Fall. Mit dieser Entscheidungshilfe prüfen Sie in wenigen Minuten, ob er für Ihre Anlage in Frage kommt und welche Variante passt.
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Jetzt prüfen: Lohnt sich ein Tarif?
Mit Ihrer Messart und Ihrem Verbrauch sehen Sie die passenden Tarife.
Die kurze Antwort
Ein Wärmepumpentarif lohnt sich, wenn Ihre Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung geführt wird oder einen eigenen Zähler hat und ein Anbieter dafür günstigere Konditionen bietet als Ihr aktueller Haushaltsstromtarif. Ob das bei Ihnen der Fall ist, zeigt ein Vergleich mit Ihrer Postleitzahl und Ihrem Verbrauch.
Entscheidungshilfe
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Neue Wärmepumpe (seit 1. Januar 2024), geringer bis mittlerer Verbrauch | Modul 1 nutzen: kein zweiter Zähler nötig. Wärmepumpentarife prüfen. |
| Neue Wärmepumpe, hoher Verbrauch | Modul 2 prüfen: Zweiter Zähler, dafür prozentuale Reduzierung und kein Grundpreis für den zweiten Zähler. |
| Ältere Wärmepumpe mit eigenem Zähler | Wärmepumpentarif mit getrennter Messung vergleichen. |
| Ältere Wärmepumpe ohne eigenen Zähler | Zunächst klären, ob ein zweiter Zähler oder eine Anmeldung als steuerbar möglich ist. Sonst günstigen Haushaltsstrom suchen. |
Modul 1 oder Modul 2?
Modul 1 ist ein pauschaler Rabatt auf die Netzentgelte und braucht keinen zweiten Zähler. Modul 2 reduziert die verbrauchsabhängigen Netzentgelte prozentual und lässt den Grundpreis für den zweiten Zähler entfallen, setzt aber einen zweiten Zähler voraus und muss beantragt werden. Laut Verbraucherzentrale ist Modul 1 bei geringem Verbrauch oder wenigen steuerbaren Geräten die einfachste Variante, Modul 2 bietet mehr Einsparpotenzial.
Die Kosten für den zweiten Zähler und die Netzentgelte in Ihrem Gebiet entscheiden. Rechnen Sie beides mit Ihrem Netzbetreiber durch. Mehr zu den Modulen unter § 14a EnWG.
Lohnt sich ein zweiter Zähler?
Ein zweiter Zähler verursacht Kosten für Einbau und Messstellenbetrieb. Finanztip rechnet vor, dass sich die Investition ab einem gewissen Gesamtverbrauch durch die niedrigeren Preise ausgleichen kann. Wie hoch die Schwelle bei Ihnen liegt, hängt von Preisen und Zählerkosten ab. Lassen Sie sich die Kosten vom Messstellenbetreiber nennen und stellen Sie sie der möglichen Ersparnis gegenüber.
So gehen Sie vor
- 1Anlage und Zähler klären
Seit wann läuft die Wärmepumpe? Gibt es einen eigenen Zähler?
- 2Verbrauch bestimmen
Jahresabrechnung oder Schätzung nach Wärmebedarf und Jahresarbeitszahl.
- 3Tarife vergleichen
Mit der passenden Messart und Postleitzahl die Gesamtkosten prüfen.
- 4Entscheiden und wechseln
Wenn der Wärmepumpentarif günstiger ist, schließen Sie online ab.
Häufige Fragen
Wann lohnt sich ein Wärmepumpen-Stromtarif?
Lohnt sich Modul 2 für meine Wärmepumpe?
Muss ich meine alte Wärmepumpe nachrüsten?
Kann ich später das Modul wechseln?
Wo sehe ich, ob mein Tarif günstig ist?
Wie finde ich heraus, ob meine Wärmepumpe steuerbar angemeldet ist?
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Quellen und weiterführende Informationen
- Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: Wärmepumpen und Strompreisreduzierung nach § 14a EnWG (Stand 07.07.2025)
- Bundesnetzagentur: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen und Netzentgelte (§ 14a EnWG)
- Finanztip: Untersuchung zu Heizstrom für Nachtspeicherheizung und Wärmepumpe
- Finanztip: § 14a EnWG, Rabatte für Wärmepumpe, Wallbox und Stromspeicher
- Thüringer Energie (TEAG): Produktblatt zu § 14a EnWG (Netzbetreiber-Information)
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben dienen der Information und sind ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Anbieters und Ihres Netzbetreibers. Preise und Regeln ändern sich, den aktuellen Stand zeigt der Tarifvergleich.
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