Photovoltaik und Wärmepumpe: So planen Sie das Duo richtig
Eine Wärmepumpe verbraucht Strom, eine Photovoltaikanlage erzeugt ihn. Zusammen können sie sich gut ergänzen, doch im Winter liefert die Sonne wenig. Hier sehen Sie, was möglich ist und wie die Förderung getrennt läuft.
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Warum die Kombination sinnvoll sein kann
Die Wärmepumpe wandelt Strom in Wärme um. Erzeugen Sie einen Teil des Stroms selbst, sinkt der Bezug aus dem Netz. Ein Speicher oder ein Energiemanagement kann Überschuss gezielt für Heizung und Warmwasser nutzen.
Wichtig ist die Ehrlichkeit: Die Heizung braucht im Winter am meisten Strom, die Anlage liefert dann am wenigsten. Solarstrom deckt den Bedarf der Wärmepumpe deshalb nur teilweise.
Förderung: zwei Programme, zwei Wege
Für die Photovoltaikanlage gelten 0 Prozent Umsatzsteuer, die Einspeisevergütung nach geltendem Recht und der KfW-Kredit 270. Für die Wärmepumpe gibt es einen Zuschuss über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (KfW 458). Die Sätze der Wärmepumpen-Förderung wurden zuletzt angepasst. Prüfen Sie den aktuellen Stand bei der KfW.
Programme dürfen nicht für dieselbe Maßnahme doppelt genutzt werden. Den genauen Überblick finden Sie unter Photovoltaik Förderung 2026.
Bei Kredit und Zuschuss gilt meist: Erst beantragen, dann den Liefer- oder Leistungsvertrag unterschreiben.
So läuft die Planung
- 1Heizlast klären
Welche Heizleistung braucht Ihr Haus? Dämmung und Heizflächen spielen eine Rolle.
- 2Dach prüfen
Fläche, Ausrichtung und Verschattung entscheiden über den Ertrag.
- 3Zählerschrank und Netzanschluss
Beides muss zur Wärmepumpe und zur Photovoltaikanlage passen.
- 4Speicher und Steuerung
Ob ein Speicher oder ein Energiemanagement sinnvoll ist, rechnet der Fachbetrieb durch.
- 5Angebote vergleichen
Gemeinsam oder getrennt anfragen, und mehrere Angebote prüfen.
Im Alltag: so nutzt die Wärmepumpe mehr Solarstrom
Viele Wärmepumpen lassen sich so einstellen, dass sie mittags, wenn die Anlage viel Strom liefert, etwas mehr Wärme erzeugen und speichern, zum Beispiel im Warmwasserspeicher oder im Gebäude selbst. Wie weit das geht, hängt von Gerät, Speichergröße und Dämmung ab. Ihr Fachbetrieb erklärt, was Ihre Heizung kann.
- Warmwasser mittags: den Speicher bei Sonne aufheizen lassen
- Heizkurve prüfen: niedrige Vorlauftemperaturen sparen Strom
- Energiemanagement: verteilt den Solarstrom auf Wärmepumpe, Haushalt und Auto
- Verbrauch beobachten: Zähler und App zeigen, wann Solarstrom ankommt
Dach und Gebäude: Ihre Angaben im Formular
Im Formular fragen wir nach Dachform und Gebäudetyp. Beides hilft dem Fachbetrieb bei der ersten Einschätzung. Eine Übersicht der Dachformen finden Sie unter Photovoltaik Angebote vergleichen.
Häufige Fragen
Kann eine Wärmepumpe mit Solarstrom laufen?
Brauche ich einen Speicher?
Wie wird die Wärmepumpe gefördert?
Sollte ich beides gleichzeitig planen?
Das könnte Sie auch interessieren
Quellen und weiterführende Informationen
- KfW: BEG Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458), Zuschuss für die Wärmepumpe
- co2online: Förderung Wärmepumpe (BAFA, KfW und Beantragung)
- KfW: Erneuerbare Energien – Standard (270), zinsgünstiger Kredit für Photovoltaik und Speicher
- § 12 UStG: Steuersätze (Absatz 3: Nullsteuersatz für bestimmte Photovoltaikanlagen)
Stand: 16. Oktober 2026. Alle Angaben dienen der Information und sind keine Rechts- oder Steuerberatung. Beträge, Fristen und Programme ändern sich, maßgeblich sind die Gesetze und die Programmbedingungen. Das Gesetzgebungsverfahren zur EEG-Novelle 2027 läuft noch.
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