Lohnt sich Photovoltaik? Warum der Eigenverbrauch entscheidet
Ob sich eine Anlage lohnt, hängt weniger vom Schlagwort ab als von Ihrem Verbrauch. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart Ihren Strompreis, eingespeister Strom bringt nur die Vergütung. Mit dem Rechner testen Sie Ihre eigenen Annahmen.
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Wert Ihres Solarstroms
Eine Beispielrechnung mit Ihren eigenen Annahmen. Sie ersetzt kein Angebot und keine Planung.
Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart Ihnen den Preis, den Sie sonst zahlen. Eingespeister Strom bringt die Vergütung. Ob sich eine Anlage lohnt, zeigt erst der Vergleich mit den Kosten aus einem Angebot.
Die Kernfrage: Wie viel Solarstrom verbrauchen Sie selbst?
Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, wenn die Sonne scheint. Was Sie in diesem Moment selbst verbrauchen, müssen Sie nicht beim Versorger kaufen. Was übrig bleibt, geht ins Netz und wird nach den geltenden Regeln vergütet. Weil der Strompreis meist höher ist als die Vergütung, ist der Eigenverbrauch der wichtigste Hebel.
So steigern Sie den Eigenverbrauch
- Verbrauch in die Sonnenstunden legen: Waschmaschine, Spülmaschine, Trockner tagsüber laufen lassen
- Batteriespeicher: speichert Überschuss für den Abend
- Wärmepumpe: nutzt Solarstrom für Heizung und Warmwasser, mehr dazu auf Photovoltaik und Wärmepumpe
- Elektroauto: lädt mit Solarstrom, wenn es zuhause steht
- Energiemanagement: steuert Verbraucher nach dem Angebot an Solarstrom
Einspeisung und EEG: was Sie wissen sollten
Für eingespeisten Strom gibt es nach dem geltenden EEG eine feste Vergütung, deren Sätze die Bundesnetzagentur veröffentlicht und die halbjährlich sinken. Das Bundeskabinett hat im Juli 2026 einen Entwurf beschlossen, der diese feste Vergütung für neue Anlagen beenden soll. Er ist noch kein Gesetz. Wer plant, sollte Eigenverbrauch und Speicher deshalb nicht von der Vergütung abhängig machen.
Alle Bausteine und den Stand der EEG-Novelle finden Sie unter Photovoltaik Förderung 2026.
Was die Rechnung beeinflusst
- Ausrichtung und Neigung des Dachs
- Verschattung durch Bäume, Nachbargebäude, Schornstein
- Größe der Anlage im Verhältnis zu Ihrem Verbrauch
- Ihr Strompreis und wie er sich entwickelt
- Kosten der Anlage laut Angebot (siehe PV Anlage Kosten)
- Speicher ja oder nein
- Finanzierung und Zinsen
Amortisation: die ehrliche Rechnung
Die Amortisationszeit zeigt, wann die Anlage ihre Kosten eingespielt hat. Sie teilen die Kosten durch den jährlichen Nutzen aus Eigenverbrauch und Vergütung. Beide Zahlen hängen von Ihrem Haus ab. Eine allgemeine Jahreszahl nennen wir deshalb nicht, sondern rechnen sie mit Ihrem Angebot durch.
- 1Kosten aus dem Angebot
Gesamtpreis inklusive Speicher und Nebenkosten.
- 2Nutzen pro Jahr
Gesparter Strombezug plus Vergütung, mit dem Rechner oben.
- 3Kosten geteilt durch Nutzen
Das ergibt die Zeit bis zum Ausgleich. Je nach Finanzierung kommen Zinsen dazu.
Und die Steuer?
Die Umsatzsteuer auf Kauf und Installation entfällt bei Anlagen bis 30 kW(p). Einnahmen aus kleinen Anlagen sind unter Bedingungen von der Einkommensteuer befreit. Ob das bei Ihnen gilt, klärt Ihre Steuerberatung.
Häufige Fragen
Lohnt sich Photovoltaik 2026 noch?
Lohnt sich Photovoltaik ohne Speicher?
Wie wirkt sich die EEG-Novelle 2027 aus?
Muss ich auf die Einnahmen Steuern zahlen?
Das könnte Sie auch interessieren
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesnetzagentur: EEG-Förderung und -Fördersätze für Solaranlagen
- Bundeswirtschaftsministerium: Gesetzesvorhaben EEG-Novelle (Stand Verfahren)
- § 3 EStG: Steuerfreie Einnahmen (Nummer 72: Photovoltaikanlagen)
- § 12 UStG: Steuersätze (Absatz 3: Nullsteuersatz für bestimmte Photovoltaikanlagen)
Stand: 16. Oktober 2026. Alle Angaben dienen der Information und sind keine Rechts- oder Steuerberatung. Beträge, Fristen und Programme ändern sich, maßgeblich sind die Gesetze und die Programmbedingungen. Das Gesetzgebungsverfahren zur EEG-Novelle 2027 läuft noch.
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