Wieviel Strom verbraucht eine Nachtspeicherheizung?
Der Stromverbrauch einer Nachtspeicherheizung hängt stark von Wohnung und Haushalt ab. Wir zeigen, wovon er abhängt, wie Sie Ihren Wert finden und wie Sie ihn für den Tarifvergleich nutzen.
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Wovon hängt der Verbrauch ab?
Der Stromverbrauch einer Nachtspeicherheizung ist keine feste Größe. Er hängt von mehreren Faktoren ab:
- Zahl der Personen im Haushalt,
- Größe der beheizten Räume,
- Dämmung und Zustand von Fenstern und Wänden,
- Außentemperatur und gewünschte Raumtemperatur.
Die Verbraucherzentrale NRW nannte 2012 für ein schlecht saniertes Beispielgebäude einen Heizwärmebedarf von 158 kWh pro m² und Jahr und einen Nachtstromverbrauch von 98 kWh pro m² und Jahr. Bei 100 m² wären das 9.800 kWh. Ihr Wert kann deutlich abweichen. Es ist nur ein Beispiel, kein Richtwert für jedes Haus.
So finden Sie Ihren Verbrauch
Am zuverlässigsten ist Ihre Jahresabrechnung. Bei einem Zweitarifzähler stehen Hochtarif (HT) und Niedertarif (NT) getrennt da. Für die Nachtspeicherheizung zählt vor allem der Niedertarif.
Liegt Ihnen keine vollständige Jahresabrechnung vor, können Sie die Verbräuche einzelner Monate auf das Jahr hochrechnen. Beachten Sie, dass der Verbrauch im Winter höher ist als im Sommer, ein einzelner Wintermonat darf also nicht einfach mit zwölf multipliziert werden.
Notieren Sie die Zählerstände von HT und NT zu Beginn und am Ende eines Zeitraums. Die Differenz zeigt Ihren echten Verbrauch.
Verbrauch senken oder Tarif optimieren?
Besser dämmen und Räume gezielt heizen senkt den Verbrauch. Unabhängig davon können Sie den Preis pro kWh senken, indem Sie den Tarif vergleichen. Beides lässt sich kombinieren. Mehr zu den Kosten unter Was kostet der Strom für eine Nachtspeicherheizung?.
Verbrauch eintragen und vergleichen
- 1HT und NT übernehmen
Aus der Jahresabrechnung.
- 2Messart wählen
Getrennt oder gemeinsam.
- 3Tarife nach Gesamtkosten vergleichen
Für Ihre Postleitzahl und Ihren Verbrauch.
Beispiel: Verbrauch aus Zählerständen berechnen
Lesen Sie die Zählerstände von HT und NT am Beginn und am Ende eines Zeitraums ab, am besten über ein volles Jahr. Beispiel mit erfundenen Zahlen: NT-Zähler am Anfang 20.000 kWh, am Ende 28.000 kWh. Der Niedertarif-Verbrauch beträgt dann 8.000 kWh. Den HT-Verbrauch ermitteln Sie auf dieselbe Weise.
Die Zahlen sind erfunden und zeigen nur das Rechenprinzip.
Warum der Winter zählt
Eine Nachtspeicherheizung braucht im Winter deutlich mehr Strom als im Sommer. Wer nur einen Wintermonat hochrechnet, überschätzt den Jahresverbrauch. Besser ist ein voller Zeitraum von zwölf Monaten, damit alle Jahreszeiten enthalten sind.
Häufige Fragen
Wieviel Strom verbraucht eine Nachtspeicherheizung?
Wie rechne ich Monatswerte auf das Jahr hoch?
Wo sehe ich HT und NT?
Spielt der Tarif eine Rolle für den Verbrauch?
Ab wann ist ein Wechsel interessant?
Wie genau muss mein Verbrauch für den Vergleich sein?
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Quellen und weiterführende Informationen
- Verbraucherzentrale NRW: Kostenvergleich von Heizsystemen bei der Sanierung nachtspeicherbeheizter Gebäude (Fachtagung 2012)
- Verbraucherzentrale NRW: Nachtspeicherheizung, Wechsel des Stromtarifs kann Geld sparen (Stand 21.10.2024)
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben dienen der Information und sind ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Bedingungen Ihres Anbieters und Ihres Netzbetreibers. Preise und Regeln ändern sich, den aktuellen Stand zeigt der Tarifvergleich.
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